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Presse
Presseseite der Galerie Peter Herrmann
 

 

Kunst und Kontext. Juni 2012
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Ergänzung (von Peter Herrmann)

Auf Seite 72 des Artikels steht: Was der Auktionator als Familiensammlung, zwischen 1920 bis 2005 zusammengetragen, darstellte, ist für den Galeristen ausschliesslich die Sammlung Paul Garn um 1920, da er der Meinung war: „weder zu DDR-Zeiten noch nach 1989 konnte Garn Bronzen nachgekauft haben“. (Da in der Eidesstattlichen Versicherung von T.Garn ganz klar von der Sammeltätigkeit des Vaters Alfons Garn seit den 1950iger Jahren die Rede ist, überrascht diese These etwas.)

Zu diesem aufwendig recherchierten, aber etwas in der Erbsenzählerei verfangenen Artikel möchte ich zum besseren Verständnis ergänzen: Der Erbe T. Garn hatte mehrere Kisten im Keller gelagert und nach eigener Aussage außer ein paar touristischen Objekten keine afrikanischen Kunst zu den bereits vorhandenen Objekten dazugekauft. Sein Vater, Alfons Garn, kaufte zu DDR-Zeit zwar Objekte aus Afrika ein, es war jedoch nie die Rede, dass dabei Bronzen eingekauft wurden. Bei der damaligen DDR-Mark die international zu exorbitanten Schwarzmarktpreisen gehandelt wurde, ist es schon alleine deshalb nicht vorstellbar. Noch früher, in den 1950ern ist es nach meiner Recherche nahezu unmöglich, dass eine Handelslinie von Bronzen aus Nigeria nach Dresden bestanden haben könnte.

Im Jahre 2007 kam ein mir bis dahin unbekannter Kunsthändler aus Dresden mit der Bitte zu mir nach Berlin, touristische Artefakte von alten Objekten zu trennen, damit man beide Kontingente getrennt verkaufen könne. Ich trennte in drei Teile: Touristische Ware nach 1950, ethnologische Gebrauchsgegenstände, die meiner Meinung nach alt waren, aber von mir kein Interesse an Ankauf bestand, sowie drei Bronzeobjekte, die ich für alt hielt und für die eine Erstellung einer TL-Expertise angebracht schien.

Die in Mailand in Auftrag gegebene Infrarot-Spektroskopie betraf Objekte, die ich, ohne von diesen Analysen zu wissen, als "Mitte 20. Jahrhundert" aussortierte und keinen Ankauf empfahl. Was diese Objekte denn auch inhaltlich mit den Bronzen zu tun hatten, für die ich nach Begutachtung eine TL-Analyse empfahl, bleibt das Geheimnis von Herrn Schlothauer.

Da, wie im Artikel beschrieben, Kundenschutz bestand, bat ich, verschiedene Fragen weiterzureichen. Alle Antworten im Laufe eines Jahres deuteten auf Paul Garn, von dem man wußte, dass er, im Gegensatz zu Sohn und Enkel, sehr anspruchsvoll sammelte. In der Zeit von 1900 bis etwa 1935 bestanden sehr rege Handelslinien von London nach Breslau, Dresden und Leipzig. Der wohl bekannteste Mäzenat Hans Meyer schrieb darüber an vielen Stellen und kaufte mehrere Sammlungen (Die im übrigen nicht "seine" Sammlungen waren und trotzdem von Museen heute ihm zugeschrieben werden).

Herr Garn hat bei seiner eidestattlichen Erklärung um die ich, Peter Herrmann, zu meiner Absicherung das Auktionshaus Günther während des Ankaufsprozedere bat, völlig korrekt beschrieben, dass auch sein Vater angekauft hätte, weil er zunächst nicht wußte, was vom Vater und was vom Großvater war. Dies ergab sich aus Recherchen meinerseits und ich empfahl, nur Objekte die sich mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auf Paul Garn zuordnen ließen anzukaufen. Der Erbe T. Garn konnte mangels Hintergrund auch nicht wissen, dass sein Großvater aus einer Londoner Linie kaufte. Viele Holzobjekte, von denen sich heute einige im Museum für Völkerkunde in Dresden befinden, stammen aus der Tätigkeit von Paul Garn in Frankreich, nicht aber die Bronzen.

Parallel zu den Verbindungen über das Auktionshaus Günter war ich in telefonischem und schriftlichen Kontakt mit der Kustodin des Museum für Völkerkunde Dresden, Frau Dr. Dolz, die vor meiner Zeit einige Objekte aus der Sammlung ankaufte. Sie bestätigte, die Sammlung noch aus DDR-Zeit und einige Objekte aus der Erinnerung zu kennen. Sie war es übrigens, die mich darauf hinwies, dass bei allen Ankäufen, - über die ich sie auf dem Laufenden hielt -, ein Ife-Kopf fehlen würde, den sie schon früher bei Herr Garn gesehen hätte. Erst auf diesen Hinweis konnten wir dieses Objekt erwerben, das man uns bis dahin noch nicht angeboten hatte.

Juni 2012


Eidestattliche Versicherung T. Garn
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Ergänzungen - November 2016

Das Thema war mit den Entwicklungen aus dem Jahre 2011/2012 nicht abgeschlossen und im Rückblick erscheinen einige Inhalte des Artikels mehr als kurios. Zwar gab der Autor Andreas Schlothauer Verkaufszahlen an, die er bis ins Detail zu kennen glaubt, die aber falsch sind. Er kann diese Informationen nur vom LKA selbst erhalten haben. Was allerdings verwundert, machte er mir doch damals glaubhaft, dass das LKA ihm Auskünfte verweigern würde. Eine Anzeige wegen Weitergabe von Ermittlungsdetails gegen ihn wurde denn auch schon im Jahr 2011 fallengelassen, während ich, Peter Herrmann, erst im Jahr 2016 mit demselben Vorwurf durch Gerichtsentscheid wegen Geringfügigkeit des Vorwurfs davon freigesprochen wurde.

Weiterhin mutet reichlich seltsam an, wie detailliert er Familienangaben machen kann, aber Urheber des Prozesses ausspart. Dass dies ein Herr Dr. Stephan Herkenhoff war, der von Bronzen als Gynäkologe etwa 0,0% Ahnung hat und ein Herr Udo Horstmann der während den Ermittlungen beim LKA ausgiebige Spaziergänge machte, steht in den Ermittlungsunterlagen und war dem Verfasser wohl bekannt. Herr Horstmann wiederum hat von den Marktgesetzlichkeiten der Bronzen ein sehr spezialisiertes Wissen, hat er doch bei mehreren hochpreisigen Objekten die Finger im Spiel. Das ganze kleinkarierte Wenn und Aber, Kann, Könnte und Hätte des Artikels diente von Beginn des Verfassens mehr der Verschleierung als der Erhellung. Herr Schlothauer ist heute, 2016, Auftraggeber meiner damaligen Mitarbeiterin. Von Beginn der Affäre schlich er sich mit gespieltem Vertrauen aber im Dienste des LKA bei mir in der Galerie ein.

Es hat nicht ausgereicht um erweiterte Erkenntnisse zu gewinnen, denn ich wurde ausnahmslos von allen Vorwürfen freigesprochen und konnte in der Folge nachweisen, warum alle Beteiligten ein handfestes Interesse hatten, an mir ein Exempel zu statuieren. Umso trauriger, irgendwann feststellen zu müssen, dass ein polizeilicher Spitzel mein Vertrauen missbrauchte. Dies alles sehr vermutlich nur, weil ich aus meiner Zeit als politischer Aktivist über die Methoden der AAO-Sekte des Otto Mühl bestens im Bilde war und einer der Hauptprotagonisten, Herr Dr. Andreas Schlothauer, der sich später mit einem Buch von Kinderbeteiligungen bei sexuellen Praktiken freischrieb, davon ausgehen musste, dass ich auch über ein paar Immobiliengeschäfte der Sekte Bescheid weiss, von denen im Buch nichts steht. Eine ganz schmutzige Konstellation. Zur Erinnerung: Herr Dr. Andreas Schlothauer, Herr Dr. Stephan Herkenhoff, Herr Udo Horstmann. Zeig mir deine Freunde und ich sag dir, wer du bist.


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Artikel von Peter Herrmann zum Thema Bronzen

Artikel, 2006 Von Fälschung und Vision veröffentlicht in der Afrika-Post
"Sehr geehrte Interessenten alter Kunst oder auch Freunde der zeitgenössischen Kunst, die ein wenig zufällig auf dieser Seite landen. ... Es ist ein seltsames Häufchen meist erhabener Langweiler das sich in diesem kleinen Marktsegment tummelt und dabei weitgehend außerhalb des allgemeinen Interesses vor sich hin darbt. Das war in Deutschland nicht immer so..."

Artikel, 2007 Schöpfungs- oder Entwicklungstheorie
"Wer nach zweihundert Jahren der Aufklärung meint, das Leben wäre von Vernunft und Logik bestimmt, wird sich nach einem Betrachten der ethnologischen Wissenschaft und ihrer Einstellung zur Kunstgeschichte Nigerias eines Besseren belehren lassen müssen...."

Artikel, 2007 In der Höhle des Hasen
"Einer der wenigen Anlässe mit denen uns die Gilde der Ethnologen erfreut, war ein Symposium das Anfang Mai in Wien stattgefunden hat. Zwei folgende Tage nach der Eröffnung der trafen sich Ethnologen aus den USA, Österreich, England und Deutschland sowie eine honorige Liste von Gästen aus Nigeria,..."

Artikel, 2007 Ethnologie versus Kunsthistorik veröffentlicht in der Afrika-Post
"... Hat dies etwas mit Ethnologie zu tun, die nicht zur Kreativindustrie gehört? Als Wissenschaft gehört die Ethnologie natürlich so wenig zu dieser Branche wie es die Kunsthistorik tut. Interessant ist dabei nur, wie gut die jeweiligen Verbindungen dieser Disziplinen zum Markt sind. Während ein Markt für alte und neue Kunst aus Europa und Asien in Deutschland als eine wichtige Drehscheibe mit allen Vernetzungen trefflich blüht, ist der Markt mit hochwertiger alter Kunst aus Afrika in Deutschland fast vollkommen am Boden. Der Grund dafür ist in der notorischen Kooperationsverweigerung der Ethnologen zu finden..."

Artikel, 2008 Alterszuordnungen von Bronzen aus Westafrika
Der neueste Stand von Analysen über Bronzen aus Westafrika. Aus der Sicht freier Kunstvermittler und des anspruchsvollen Kunsthandels. - In verschiedenen Artikeln veröffentlichten Dorina Hecht und Peter Herrmann in den letzten Jahren Aspekte zu einer Neuinterpretierung von Bronzen aus Westafrika mit Schwerpunkt Nigeria. Die Reaktionen darauf waren sehr unterschiedlich..." über Aluminium, Einbringen von Ton, Oxford Analyse u.v.m.

Artikel, 2012 Bronzen aus Südnigeria
Eine genaue Betrachtung der Frau Dr. Barbara Plankensteiner
"Beschäftigt man sich mit dem kurzen beruflichen Werdegang von Frau Plankensteiner, ist man erstaunt von den vielen Feldern auf denen sie agiert. Diese organisatorische Vielseitigkeit geht jedoch sehr offensichtlich zu Lasten von Inhalten. Bezogen auf die Bronzen führte dies ..."

Dokument, 2012 Expertise für das LKA Berlin
Fragen der Ermittlungsbeamten, Antworten der völlig inkompetenten Dr. Barbara Plankensteiner und Kommentare dazu von Peter Herrmann. Diese Expertise war widerrechtlich.


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Referenzen

Auszug der Referenzen des Labors Ralf Kotalla.

Auszug der Referenzen der Galerie Peter Herrmann.

 

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Links zu weiterführenden Inhalten:

Sammlung Garn - Einzeln bebildert und beschrieben.

Auktionsergebnisse - Christie's, Sotheby's, Hotel Drouot, Koller.

Die Seite zur Ausstellung im Jahre 2012 mit mehr Details und Links

Stuttgarter Posse - Derselbe Unsinn schon einmal (1999-2001)

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