Mit Stand 2026 ist es immer noch sehr schwer alte Objekte der Nok-Kultur zu erwerben, da einige dieser Gegenden in Nigeria um Kaduna, wo diese Funde gemacht werden, von der Gruppierung Boko Haram kontrolliert werden. Recherchiert man zur Nok-Kultur, stößt man als weitere Schwierigkeit ständig auf Unterstellungen von Plünderung. Richtig ist, dass es sich um Funde meist von Bauern handelt, die beim beackern achtgeben. In Nigeria fehlt das Interesse für Ankauf, ob für wissenschaftliche Forschung oder Sammlerneigungen, also gehen die Objekte ins Ausland. Man kann diese Unterstellung des Diebstahls auch als Diskriminierung betrachten, weil europäisch-westliche Maßstäbe angesetzt werden, die in Nigerias Realität nicht umgesetzt werden können. Ohne Nachfrage wäre ein großer Teil dieser Kunstschätze schlicht untergepflügt worden.
Als Händler mildert man diese Widersprüchlichkeiten dadurch, dass man laut Empfehlungen oder Gesetzen, Figuren wie diese kleine männliche Figur veröffentlicht. Falls irgendwelche Ansprüche bestehen ist es so möglich darauf einzugehen. Seit die Galerie ab 1994 auch langsam begann alte Kunst aus Afrika abzubilden, gab es jedoch noch keine Einsprüche. Im Gegenteil tauchten viel der Abbildungen der Figuren und Expertisen ins Diskussionsforen in Nigeria auf. |